Prof. Dr. Giesela Rühl, LL.M. (Berkeley) im Porträt

„Lebensläufe sind wohl immer eine Mischung aus Planung und Zufall.“

Prof. Dr. Giesela Rühl, LL.M. (Berkeley), Professorin an der Humboldt Universität zu Berlin, über ihre Karriere in der Wissenschaft, die Faszination für ihren Beruf und Professorinnen an deutschen Jurafakultäten.

Prof. Dr. Rühl, Sie sind Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht, Europäisches und Internationales Privat-, Zivilverfahrensrecht und Rechtsvergleichung an der Berliner Humboldt-Universität und forschen zu den internationalen Dimensionen des Privat- und Prozessrechts. Verraten Sie uns, was genau das bedeutet und was Sie daran besonders fasziniert?

Sehr gerne: Ausgangspunkt meiner Forschung ist die eigentlich banale Feststellung, dass Jura auch heute noch ein ziemlich nationales Fach ist: Was richtig und was falsch ist, entscheidet sich oft an der Landesgrenze. Damit unterscheidet sich Jura von den meisten, eigentlich von allen anderen Fächern. Gleichzeitig macht genau dies aber auch die Faszination aus. Denn anders als das Recht machen gesellschaftliche Interaktionen nicht an Landesgrenzen halt: Wir erwerben im Internet Waren von ausländischen Händlern, nehmen Dienstleistungen ausländischer Anbieter in Anspruch, machen im Ausland Urlaub und heiraten Menschen aus anderen Ländern. Moderne Gesellschaften sind globale Gesellschaften.

In meiner Forschung beschäftige ich mich deshalb zum einen mit der Frage, wie sich das Spannungsverhältnis zwischen global agierenden Gesellschaften und national geltendem Recht auflösen kann. Und zum anderen versuche ich zu verstehen, warum das Recht in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich ausgestaltet ist – und was wir von anderen Rechtsordnungen lernen können.

Wie kam es zu dieser Spezialisierung?

Ich hatte schon immer ein Faible für andere Ländern, bin gerne gereist, habe verschiedene Sprachen gelernt. Deswegen war es – zumindest rückblickend – kein Wunder, dass ich im Internationalen Privat- und Verfahrensrecht gelandet bin. Konkret ausschlaggebend war aber etwas anderes: Ich war ab dem 3. Semester studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Internationales Privatrecht an der Universität Bonn und bin deshalb bereits zu einem frühen Zeitpunkt meines Studiums mit den vielen spannenden Fragen in Berührung gekommen, die das Internationale Privat- und Verfahrensrecht zu adressieren versucht. Die Begeisterung, die ich damals aufgesogen habe, hat mich nie wieder losgelassen.

Warum sind Sie Professorin geworden und wann wussten Sie, dass Sie Professorin werden wollen?

Ich habe schon sehr früh gewusst, dass die Universität ein Ort ist, an dem ich mich sehr, sehr wohl fühle. Heute würde ich sagen, dass ich wahrscheinlich schon während des Studiums, spätestens aber während der Promotion gemerkt habe, dass die Kombination von Forschung und Lehre „mein Ding“ ist. Formuliert habe ich das aber erst sehr viel später, nämlich nachdem ich während des Referendariats eine Station nach der anderen abgeklappert hatte – und am Ende feststellen musste, das mich nichts so erfüllt hatte wie die wissenschaftliche Tätigkeit. Das heißt aber nicht, dass ich mir nichts anderes hätte vorstellen können. Tatsächlich wäre ich auch als Anwältin oder als Richterin glücklich geworden. Aber als das Angebot kam, in der Wissenschaft zu bleiben, habe ich keine Sekunde gezögert.

Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf?

Das Faszinierendste – und das Tollste – an meinem Beruf ist, dass ich allein darüber entscheide, mit welchen Themen ich mich beschäftige und wie ich das tue. Außerdem kann ich mich immer wieder neu erfinden, mir neue Themen erschließen. Zuletzt habe mich – schon fast unvermeidlich – mit Fragen der Digitalisierung beschäftigt. Das hätte ich mir vor 15 Jahre nicht träumen lassen. Die Wissenschaft ist eine lange Reise, auf der es nie langweilig wird.

Im Verlauf ihrer Karriere waren Sie an verschiedenen, renommierten Instituten wie dem Max-Planck-Institut für ausländisches und Internationales Privatrecht in Hamburg, an der Harvard Law School oder der European University in Florenz als (Senior) Research Fellow tätig. Wie erreichten Sie diese verschiedenen Stationen?

Lebensläufe sind wohl immer eine Mischung aus Planung und Zufall. So auch bei mir: Ich habe nach dem Studium lange überlegt, was ich als nächstes machen möchte, und mich dann sehr bewusst entschieden, zur Promotion an das Hamburger Max-Planck-Institut zu gehen. Das war also gut geplant. Natürlich hatte ich auch Glück: Mein Doktorvater war damals gerade dabei, eine neue Forschungsgruppe aufzubauen und suchte Doktorandinnen und Doktoranden. Ähnlich gut geplant war auch mein Masterstudium in Berkeley.

Viele andere Stationen sind mir demgegenüber mehr oder weniger in den Schoß gefallen: Der Aufenthalt an der Harvard Law School entsprang einem langjährigen Austausch mit dem Max-Planck-Institut. Und das Max Weber Fellowship am European University Institute wurde mir angeboten, nachdem ich mich – erfolglos – auf eine Professur beworben hatte. Schöner bin ich davor und danach nicht gescheitert ...

Welche Stationen haben Sie besonders geprägt?

 

Geprägt haben mich in der Rückschau alle diese Stationen. Von besonderer Bedeutung waren aber sicherlich die beiden Aufenthalte in den USA. Dort habe mich intensiv mit interdisziplinären Forschungsansätzen, insbesondere mit der ökonomischen Analyse des Rechts beschäftigt – und auf diese Weise erst richtig verstanden, wie man die Auswirkungen rechtlicher Regelungen systematisch analysieren kann und welche Möglichkeiten es gibt, diese Auswirkungen methodengeleitet zu bewerten. Auch habe ich erst in den USA wirklich gelernt, „policy oriented“ zu denken und zu argumentieren, d.h. gesellschaftliche Probleme oder Missstände in den Mittelpunkt der Analyse zu rücken und zu überlegen, wie man sie lösen kann. In meinen Vorlesungen versuche ich deshalb immer wieder, den Blick vom Dickicht gesetzlicher Vorschriften zu lösen und die hinter ihnen stehenden Probleme freizulegen.
 

Ihre Forschung wurde mit zahlreichen Preisen wie der Otto Hahn Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und der Carus-Medaille der Leopoldina ausgezeichnet. Was zeichnet ihre Forschung aus?

Ich könnte jetzt aus den Laudationes zitieren …. Aber das erspare ich Ihnen. Ich denke, was meine Forschung auszeichnet ist zum einen der rechtsvergleichende und zum anderen der interdisziplinäre, insbesondere rechtsökonomische Ansatz. Ich lasse also bei allen Fragen, die ich untersuche, sehr konsequent den Blick in andere Länder schweifen. Und außerdem frage ich sehr konsequent, wie Normadressaten auf bestimmte Regelungen reagieren.

Sie haben zuletzt an der Gründung der Europäischen Vereinigung für Internationales Privatrecht mitgewirkt und sind mittlerweile deren – erste – Generalsekretärin. Was ist das Ziel der Vereinigung und was genau ist Ihre Rolle?

Ja, wir haben Ende 2019 mit einer Gruppe von 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz Europa die erste europäische Vereinigung für Internationales Privatrecht, die European Association of Private International (EAPIL), gegründet. Ausschlaggebend dafür war, dass die Vorschriften des Internationalen Privatrechts in den letzten 20 Jahren sehr weitgehend europäisiert worden sind, ohne dass sich zeitgleich ein Forum für einen echten europäischen Austausch über Ländergrenzen hinweg entwickelt hat. Diskurse fanden deshalb vielfach – trotz der gemeinsamen europäischen Regelungen – auf nationaler oder regionaler Ebene statt. Das wollten wir ändern. Und mit der Gründung der Vereinigung, die innerhalb kürzester Zeit auf über 200 Mitglieder aus 40 – europäischen und außereuropäischen – Ländern aus der ganzen Welt angewachsen ist, sind wir, so denke ich, auf einem ganz guten Weg.

Als Generalsekretärin bin ich für die Leitung der täglichen Geschäfte und die akademischen Veranstaltungen der Vereinigung zuständig. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Vorstands sowie mit den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats organisieren wir beispielsweise alle zwei Jahre eine große internationale Konferenz zu Fragen des europäischen Internationalen Privatrechts. Hinzutreten kleinere Veranstaltungen in Form von Workshops, die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie natürlich nur virtuell stattfinden.

Sie haben in den letzten Jahren verschiedentlich das Europäische Parlament beraten. Worum ging es in den Studien, die Sie erstellt haben, und wie läuft so etwas ab?

Genau genommen handelte es sich um zwei Studien für den Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments, das sogenannte JURI Committee. In der ersten Studie ging es um die Zukunft des europäischen Internationalen Privat- und Verfahrensrecht und insbesondere um die Frage, ob wir die in den letzten 20 Jahren verabschiedeten zahlreichen Verordnungen in einem einheitlichen Regelwerk, in einem europäischen IPR-Gesetzbuch zusammenfassen sollten. Die zweite Studie hatte demgegenüber die Beilegung grenzüberschreitender Streitigkeiten in der Europäischen Union, insbesondere im Lichte des Brexit zum Gegenstand. Hier sollte ich insbesondere Vorschläge dazu unterbreiten, wie langfristig sichergestellt werden kann, dass grenzüberschreitende Streitigkeiten im Europäischen Binnenmarkt schnell und effizient beigelegt werden können.

In beiden Fällen habe ich mich sehr gefreut, meine Expertise und meine Erfahrung in den europäischen Gesetzgebungsprozess einbringen zu können und meine Ideen vor Leuten präsentieren zu dürfen, die am Ende des Tages tatsächlich Einfluss ausüben können. Allerdings darf man sich keine falschen Vorstellungen machen: Die Anhörung von Experten gehört zum vorgeschriebenen Bestandteil europäischer Gesetzgebungsprozesse. Deshalb ist es – leider – nicht immer so, dass die zum Teil sehr ausführlichen Studien von den Parlamentariern tatsächlich im Detail gelesen, verstanden und im weiteren Verlauf berücksichtigt werden. Zudem steht teilweise schon vorher fest, was am Ende rauskommen soll. Das große Ziel der Experten ist also, etwas in die Resolution des Europäischen Parlaments zu bekommen, was nicht ohnehin drin gestanden hätte...

Im Rahmen von Studien- und Forschungsaufenthalten in der Schweiz, den USA, dem Vereinigten Königreich und Italien hatten Sie die Möglichkeit, Einblicke in die jeweiligen Juristen- und Juristinnenausbildungen zu bekommen. Wie schätzen Sie das deutsche Ausbildungssystem im Vergleich hierzu ein?

Das deutsche Ausbildungssystem ist auch und gerade im Vergleich zu den Ausbildungssystemen anderer Länder grundsätzlich nicht schlecht. Wir vermitteln den Studierenden viele Fähigkeiten, die gute Juristinnen und Juristen benötigen. Ich meine allerdings, dass wir nicht immer die richtigen Schwerpunkte setzen. So wird in vielen Bereichen zu viel Detailwissen verlangt, das man sich – wenn man die grundlegenden Prinzipien verstanden hat – unproblematisch selbst aneignen kann. Dafür spielen die internationalen und europäischen Dimensionen des Rechts eine viel zu geringe Rolle. Und auch die Grundlagen – Rechtstheorie, Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte, Rechtsökonomik, Rechtsinformatik – kommen meines Erachtens im Studium zu kurz.

Als größte Baustelle im deutschen Ausbildungssystem empfinde ich allerdings das Referendariat. Dieses könnte man meiner Ansicht sehr viel zielführender, nämlich berufsspezifischer ausgestalten. In anderen Ländern, insbesondere in England und den USA, funktioniert das gut. Und niemand würde sagen, dass englische oder US-amerikanische Juristinnen und Juristen schlechter sind als ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen. Fast noch wichtiger wäre aber meines Erachtens eine größere Durchlässigkeit der Karrierewege. Warum soll ich mich mit Mitte 20 oder 30 final entscheiden müssen, ob ich Rechtsanwältin, Richterin oder Professorin werden möchte? Ich meine, dass mehr Flexibilität allen zu Gute käme.

Wie sehen Sie die Vertretung von Professorinnen an juristischen Fakultäten? Sind Ihnen bei ihren Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland Unterschiede zu Deutschland aufgefallen?

Professorinnen sind an deutsche Jurafakultät bis heute unterrepräsentiert, vor allem im Bereich der W3-Professuren. In anderen Ländern sieht es besser aus, aber nirgendwo ist das Verhältnis ausgewogen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. In Deutschland dürfte aber eine wesentliche Rolle spielen, dass der Weg in die Wissenschaft auch heute noch lang, steinig und unsicher ist – und genau in die Zeit fällt, in der Frauen typischerweise über die Gründung einer Familie nachdenken. Zudem muss man sehr mobil sein. Diese Probleme treffen Männer und Frauen natürlich gleichermaßen. Aber mein Eindruck ist, dass sie Frauen immer noch mehr abschrecken als Männer. Verstärkt wird dieser Effekt sicherlich dadurch, dass es für hochqualifizierte Juristinnen außerhalb der Wissenschaft mit der Anwaltschaft und Justiz sehr, sehr attraktive Alternativen gibt.

Andererseits: Es gibt es guten Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Denn der Anteil der Professorinnen ist in den letzten 20 Jahren stetig gestiegen. Zudem sind mit dem Professorinnenprogramm der Bundesregierung sowie zahlreichen anderen Förderungsprogrammen Strukturen geschaffen worden, die den Einstieg in die Wissenschaft erleichtern. Insofern geht es bergauf.

Haben Sie den Eindruck, dass Frauen in der Wissenschaft anders behandelt werden als Männer?

Ich denke, dass es Frauen – in- aber auch außerhalb der Wissenschaft – in der Tendenz etwas schwerer haben als Männer, als kompetent, souverän und sympathisch wahrgenommen zu werden. Auch gibt es Situationen, in denen deutlich wird, dass es immer noch Kollegen gibt, die tradierte Annahmen über die Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit machen oder jüngere Frauen nicht ernst nehmen. Ich erinnere mich beispielsweise an ein Berufungsverfahren, in dem über eine Bewerberin gesagt wurde, dass man sie gar erst nicht einzuladen brauche, weil sie einen eventuellen Ruf ohnehin nicht annehmen oder zumindest nicht umziehen werde. Sie sei Mutter und ihr Mann habe eine gut bezahlte Stelle, die er sicherlich nicht aufgeben werde. Als legendär ist mir auch ein Kollege in Erinnerung geblieben, der im Rahmen eines anderen Berufungsverfahrens das wissenschaftliche Werk einer Privatdozentin würdigen musste und mehrfach den Schreibstil „der Kleinen“ lobte. Zum Glück – und das möchte ich betonen – sind solche Situationen die Ausnahme.

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?

Mein Arbeitsalltag ist eigentlich ziemlich unspektakulär: Ich stehe auf, bringe die Kinder in die Schule und setze mich danach an den Schreibtisch. Dort bleibe ich sitzen, bis ich 1) in die Vorlesung muss, 2) Hunger bekomme oder 3) meine Kinder nach Hause kommen … (lacht). An manchen Tagen treffe ich mich natürlich auch mit Kolleginnen und Kollegen oder meinen Doktorandinnen und Doktoranden. Und wenn nicht gerade eine globale Pandemie über uns hereinbricht, reise ich regelmäßig zu Konferenzen oder sonstigen Veranstaltungen.

Bis zu Ihrer Berufung an die Humboldt-Universität zu Berlin waren Sie zehn Jahre an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena tätig. Während dieser Zeit haben Sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Berlin gelebt. Wie haben Sie dies als Familie organisiert?

Ich bin in den letzten zehn Jahren von Berlin nach Jena gependelt. Familiär war das vielfach eine große Herausforderung, vor allen Dingen weil mein Mann in dieser Zeit als Unternehmensberater tätig und deshalb ebenfalls viel unterwegs war. Organisatorisch haben wir das in erster Linie dadurch bewältigt, dass wir unsere Termine, insbesondere die Auswärtstermine immer gut auf einander abgestimmt haben. Außerdem hatten wir Au Pair-Mädchen, die geholfen haben, wenn wir beide nicht in Berlin sein konnten – oder wenn die Kinder wegen Krankheit kurzfristig nicht in die Kita gehen konnten oder frühzeitig abgeholt werden mussten.

Trotzdem gab es Zeiten, die sehr anstrengend waren, insbesondere wenn mein Mann unter der Woche nicht in Berlin sein konnte. Ich bin dann nicht selten tageweise nach Jena gefahren – drei Stunden hin, drei Stunden zurück – und das, wenn es nötig war, auch zwei-, dreimal in der Woche. Also: Wenn es der Deutschen Bahn nicht gut geht, dann liegt es jedenfalls nicht an mir...

Welche Juristin hat Sie so inspiriert, dass sie als Vorbild für breaking.through nominiert werden sollte? Wieso?

Mir ist während des gesamten Studiums – leider – keine einzige Professorin über den Weg gelaufen. Und auch alle meine Prüfungen habe ich bei Männern absolviert. Da es auch in meinem familiären Umfeld keine Professorinnen oder Professoren gab, habe ich mich schon häufiger gefragt, wie ich eigentlich auf die Idee kommen konnte, in die Wissenschaft zu gehen. Rückblickend würde ich sagen, dass für mich eine Person von entscheidender Bedeutung war: Eva-Maria Kieninger von der Universität Würzburg. Sie arbeitete bei meinem akademischen Lehrer an ihrer Habilitation, als ich anfing zu promovieren. Ohne dass ich mir damals darüber im Klaren gewesen wäre, hat sie mir mit großer Selbstverständlichkeit gezeigt, dass die Wissenschaft nicht nur Männersache ist.

 

Vielen Dank für das Gespräch und die Zeit, die Sie sich dafür genommen haben!

 

Berlin, 28. September 2020. Prof. Dr. Giesela Rühl hat die Fragen schriftlich beantwortet. Die Fragen stellte Paulina Kränzlein.

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